Goethe-Faust-Mozart

 

 

 

 


       

„Mozart hätte den FAUST komponieren müssen“, antwortete  Goethe seinem Sekretär und Vertrauten Eckermann am 2. Februar 1829, als dieser ihn nach der „passenden Musik“ zu seinem Lebenswerk fragt, der „Tragödie Faust“.
Aber als er diesen Wunsch äußerte, war Mozart bereits 37 Jahre tot.
Mehr als 200 mal hatte Goethe als Intendant des Weimarer Theaters Mozarts Opern auf die Bühne gebracht. Er verehrte Mozart:  „Eine Erscheinung wie Mozart bleibt immer ein Wunder, das nicht zu klären ist.“ Goethe 14. Februar 1831.

Diesen „Traum“  des altersweisen Goethe versuchten wir zu verwirklichen.

Goethe  –  Faust  –   Mozart

In der Reihe OPER IM KLOSTER ALTENBERG führte das Wetzlarer Kammerorchester vom 16.- 25. August 2019 unter Leitung von Martin Knell (am 24.8. Jochen Stankewitz) die Lebenswerke zweier Genies zusammen:
Goethes FAUST  mit ausgewählter Musik von  MOZART .

Der Schauspieler Harald Pfeiffer (ehem. vom Stadttheater  Gießen) sprach die ausgewählten Original-Faust-Texte.

Mozarts Musik  interpretierten:
Gabriele Hierdeis, Sopran  Frankfurt
Anja Kaesmacher, Sopran  Gießen
Victor Schiering, Tenor Nürnberg
Konstantin Heintel, Bariton Hamburg
Michel Brauer, Tenor  Marburg

Projektchor:  Einstudierung Jochen Stankewitz
Dramaturgie, Regie und Kostüme:  Ingrid Knell
Choreografie: Constanze Schneider

„So wie die darstellende Kunst die Empfindungen der Protagonisten  tiefgründiger erfahrbach macht“…. (Goethes Kommentar zu den Illustrationen zur Faust von Delacroix)…..
so konnte Mozarts Musik die Texte der Tragödie intensiver erleben lassen:

Chöre aus Idomeneo, sowie Arien, Duette  und Quartette aus Figaros Hochzeit, Cosi fan tutte, Don Giovanni und aus der Zauberflöte – Goethes Lieblingsoper-, das Kyrie aus der c-Moll Messe, Teile aus dem Requiem und aus Adagio und Fuge sowie 2 Melodramen aus der Zaide waren die musikalische Grundlage

In diesem spannenden Experiment konnten die Mozart–Liebhaber die Highlights aus seinen großen Opern erleben und die  Bewunderer Goethes seine Fausttexte original hören.

Zuschauer- Tribüne un Bühne / Orchesterraum wurden getauscht,  um die gotischen Bögen unter dem Orgelprospekt als Kulisse für den spätmittelalterlichen Fauststoff zu gewinnen. Nebenbei ergab sich dadurch große Beinfreiheit und volle, uneingeschränkte Sicht auf die Bühne:

Die  Zuschauertribüne wurde über dem Gertrudisgrab und den 8 Treppenstufen errichtet, die zu dem tiefer gelegenen  Kirchenfußboden führen.

Das Orchester spielte hinten unter der Empore.
Sänger und Schauspieler agierten auf der „Bühne“, nutzten aber auch den Treppenaufgang zur Orgelempore u.a. Plätze für ihre Auftritte.

Freitag 16.08.2019 Premiere
Sonntag 18.08. 2. Aufführung
Freitag 23.08. 3. Aufführung
Samstag 24.08. 4. Aufführung (Stankewitz als Dirigent)
Sonntag 25.08. 5. Aufführung, Derniere

Wir bedanken uns für die Unterstützung u.a. durch:
Volksbank Mittelhessen
Sparkasse Wetzlar
Palm
Blöcher und Wagner
AugenBlick
Stoffstudio
wäd Wetzlar
KuBuS
Bremer+Bremer
Gärth-Martin
Oculus

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