Dirigent

Seit Aug. 2020 leitet Jochen Stankewitz das Wetzlarer Kammerorchester. 

Jochen Stankewitz studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst/Frankfurt a.M. Musik für Lehramt. 1993 schloss er erfolgreich ein Studium als Instrumentalpädagoge an der Wiesbadener Musikakademie ab.

Er leitet seit 30 Jahren erfolgreich mehrere Chöre im mittelhessischen Raum (1. Preise beim Hessischen Chorfestival, 2. Preis beim Internationalen Harmoniefestival in Linden-holzhausen, 2. Preise beim Hessischen Chorwettbewerb, HR-TV-Aufzeichnung, Carmina Burana zum Hessentag 2012, Rock Symphony mit dem Landesjugend-sinfonieorchester Hessen zum Hessentag 2016 in Herborn, Konzerte im Mittel-hessischen Kultursommer, Kulturpreis der Stadt Butzbach).

Seit 2005 ist er Mitglied im Bundesmusikausschuss des Hessischen Sängerbundes, dessen Vorsitzender er 2019 wurde. Er engagierte sich außerdem 2008-2012 als Bundeschorleiter der Hessischen Chorjugend.

Seit 2011 ist er Dozent an der Frankfurter Chorleiterschule. Zum Deutschen Chorfest 2012 in Frankfurt hat er im Peters-Verlag das sehr erfolgreiche Chorbuch „Reine Männersache!“ mit herausgegeben. Darüber hinaus ist er häufig gefragter Workshopleiter und Juror (AMJ, Bundeskongress für Musikunterricht, Leipziger Buchmesse, Internationaler Arbeitskreis für Musik, Chor.com, Wetterauer Sommer-akademie, Weilburger Klavierwettbewerb, Niedersächsischer Orchesterwettbewerb, Jugendkammerchor der Pfalz, Bad Feilnbacher Chorwoche des Bayerischen Sängerbundes, Hessisches Jugendchorstudio,  Landesmusikakademien in Schlitz und Hammelburg). 

 

Martin Knell gründete das Orchester 1973 und leitete es bis zu seinem Tod 2020.

Er studierte Musik und Theologie und war als Musiklehrer an verschiedenen Schulen, später in der Lehrerausbildung an der Justus-Liebig-Universität in Gießen tätig.
Von 1982 bis 2011 leitete er außerdem das Orchester der TU Darmstadt. Für seine Verdienste um das musikalische Leben an dieser Universität wurde ihm 2007 die „Erasmus-Kittler-Medaille“ verliehen.                                             

1984 gründete er die „Altenberger Bach Capella“.
Seit 1991 war er musikalischer Leiter der Reihe „Oper im Kloster“ (Altenberg/Solms).

Zahlreiche Konzertreisen mit verschiedenen Orchestern führten ihn nach England, Italien, Zypern, Russland, USA, Österreich und Rumänien. Seit 1997 wurde er als Gastdirigent von Berufsorchestern nach Osteuropa verpflichtet. Unter anderem dirigierte er das Radio-Sinfonieorchester Bukarest sowie die Schnittke-Philharmonie in Saratow.

Für seinen engagierten Einsatz zur Entwicklung der internationalen Beziehungen wurde ihm 2004 der Titel „Professor h.c.“ von der staatlichen S.W.Rachmaninow-Hochschule für Musik und Pädagogik Tambow (Russland) verliehen, womit er für seine künstlerische Arbeit mit dem dortigen Universitätsorchester geehrt wurde.
Eine weitere Auszeichnung zum Professor h.c. erhielt er 2010 durch die Musikhochschule Saratow an der Wolga.

In Anerkennung der besonderen Verdienste um das kulturelle Leben der Stadt ehrte die Stadt Wetzlar Martin Knell im Jahre 2010 mit dem Kulturpreis „Lotte-Plakette“.

Zur Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Leistungen überreichte ihm im November 2015 OB W. Dette den Landesehrenbrief des Landes Hessen. Nach langer schwerer mit Geduld ertragener Krankheit verstarb er am 7.6.2020

 

Martin Knell (Mitte) nimmt im Beisein seiner Ehefrau Ingrid den Ehrenbrief von Oberbürgermeister Wolfram Dette entgegen. (Foto: Pöllmitz)

Foto: Pöllnitz, WNZ